Mandelsplitter


Das ist wirklich ganz einfach, nur ein bisschen Zeit sollte man sich nehmen.

Zutaten:

100 g Zartbitter- oder Vollmilchschokolade
100 g Mandelstifte

Zubereitung:

Die Mandelstifte in einer beschichteten Pfanne (ohne Fettzugabe) oder Edelstahlpfanne (dann mit ein bis zwei Tropfen Öl) auf mittlerer Hitze ganz hell rösten, dabei immer wieder rühren. Das dauert ein bisschen, aber man darf sich nicht verführen lassen, die Herdplatte höher zu drehen, sonst brennen die Mandeln ganz schnell an!

Die Mandeln aus der Pfanne nehmen und auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. In der Zwischenzeit die Schokolade in kleine Stückchen brechen und im Wasserbad schmelzen. Auch hier: nicht zu heiß werden lassen!

Wenn die Schokolade geschmolzen ist, vom Herd nehmen und durch Rühren testen, ob sie schon wieder anfängt, fester zu werden. Dann die Mandelstifte hineingeben und gut umrühren, damit alle gut mit Schokolade bedeckt sind.

Mit einem Teelöffel kleine Häufchen auf einen Teller oder ein Stück Backpapier setzen und auskühlen lassen.

Guten Appetit!

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Topfenknödel

Eine österreichische Leckerei – leicht abgewandelt! – aus diesem Kochbuch.

Zutaten:

    • 80 g Butter
    • 2 Eier
    • 500 g Quark
    • 100 g Mehl
    • 100 g Semmelbrösel
    • 1 Prise Salz

Zusätzlich:

    • 50 g Butter
    • 100 Semmelbrösel
    • 1 Glas Zwetschgen
    • 1 Teelöffel Zucker

Zubereitung:

Die Butter mit den Eiern gut vermixen, dann den Quark, das durchgesiebte Mehl und die Brösel unterrühren. Sollte der Teig zu weich sein, noch etwas Brösel dazu. Mit nassen Händen kleine Knödel formen und diese in siedendem Salzwasser (nicht kochend!) langsam gar ziehen lassen, ca. 15 Minuten.

In einer Pfanne die Butter auf mittlerer Hitze schmelzen, die Semmelbrösel hineingeben und unter ständigem Rühren leicht braun anrösten. Über die fertigen Knödel geben.

Dazu Zwetschgenröster: Zwetschgen aus dem Glas mit Saft in einen Topf geben, ein Teelöffel Zucker dazu und eine Prise Zimt, vorsichtig erhitzen.

Variante: die Knödel etwas dicker machen und mit zwei bis drei Kirschen füllen. Dann keinen Zwetschgenröster dazu.

Schweinefleisch süßsauer

Nicht mit gebackenen Fleischbällchen (dazu braucht man eine Friteuse und anschließend zwei Stunden zum Saubermachen), sondern aus Schweineschnitzeln. Es ist wirklich einfach und schnell zuzubereiten (30 bis 40 Minuten) und schmeckt sehr gut.

 

Zutaten:

  • 2 Schweineschnitzel, nicht zu dünn (sehr gutes Fleisch nehmen, sonst lieber 300 Gramm Schweinefilet)
  • 3 Esslöffel Sojasauce
  • 2 Esslöffel Essig
  • 1 rote Paprikaschote
  • 1 Zwiebel
  • 1 rote Chilischote
  • 1 kleine Dose Ananas (Stücke oder Ringe)
  • 2 Esslöffel Öl
  • 150 – 200 ml Gemüsefond
  • 3 kleine oder 2 große Esslöffel Tomatenketchup
  • 1 Teelöffel Honig
  • 1 gehäuften Teelöffel Mondamin
  • 150 Gramm Reis
  • Salz
  • 1 Teelöffel Margarine

Zubereitung:

Am besten alle Vorbereitungen (Dosen öffnen, schälen, kleinschneiden etc.) schon treffen und dann gleichzeitig den Reis aufsetzen und das Fleisch braten. Aber der Reihe nach.

Die Schnitzel (das Schweinefilet) in Würfel mit einer Kantenlänge von ca. 2 cm schneiden. In eine kleine Schüssel geben. Sojasauce und Essig verrühren und ca. die Hälfte davon über das Fleisch träufeln und mindestens 20 Minuten einziehen lassen, zwischendurch immer wieder mischen.

Die Paprikaschote waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden, etwa so groß wie die Fleischstücke. Die Zwiebel schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Die Chilischote der Länge nach einritzen (siehe Tipp unten), auseinanderklappen und die Kerne mit einem Teelöffel herausschaben. Dann ganz fein hacken. Die Ananas abgießen, den Saft aber auffangen. Ananasscheiben dann in kleine Stücke schneiden.

Gut 1/4 Liter Wasser mit Salz und Margarine zum Kochen bringen, dann auf kleinste Flamme stellen, den Reis hineingeben, Deckel drauf und 20 Minuten ziehen lassen.

Das Öl in einem Topf erhitzen, das Fleisch mit einem Papiertuch abtupfen, hineingeben und schnell anbraten. Die Hitze sofort auf mittlere Stufe herunterdrehen, Fleischwürfel immer wieder wenden, bis sie rundherum schön braun sind. Dann herausnehmen und auf einem Teller zwischenlagern.

Die Hitze vom Topf wieder etwas erhöhen, evtl. noch etwas Öl hinzugeben und die Zwiebel, Chilischote, Paprika und Ananasstücke hineingeben und anbraten. Wenn die Zwiebeln glasig sind, den Gemüsefond, den Rest der Marinade (siehe oben), Ketchup, Honig und den Ananassaft hinzugeben und ca. 5 Minuten köcheln lassen.

Mondamin in wenig Wasser auflösen und unter Rühren nach und nach in den Topf geben, bis sich die leicht köchelnde Sauce sichtbar angedickt hat. Das Fleisch wieder hineingeben und heiß werden lassen, evtl. nachwürzen.

In der Zwischenzeit müsste dann auch der Reis gar sein.

Guten Appetit!

Tipp: die Chilischote möglichst nicht mit bloßen Händen anfassen. Da das aber praktisch undurchführbar ist, nach dem Verarbeiten unbedingt gründlich die Hände waschen und auch die Fingernägel bürsten! Sonst brennt es gewaltig, sobald man unbewusst mit den Chilifingern Nase oder Augen berührt!

Varianten: Ausprobieren kann man natürlich, Bambusstückchen, Ingwer oder Sojasprossen dazuzugeben. Dann etwas mehr Flüssigkeit in die Sauce tun. Hab ich aber noch nicht ausprobiert.

Lasagne

Man kann Lasagne aufwendig zubereiten – oder aber auch die Faulpelzversion nehmen. Man braucht dafür vor allem Fünferlei: Bolognesesoße, Béchamelsoße, Mozzarella, Parmesan und Teigplatten für Lasagne. Und eine rechteckige Auflaufform.

Und so wird’s gemacht:

Die Bolognesoße zubereiten wie im Rezept Spaghetti Bolognese angegeben.

Die Béchamelsoße entweder fertig kaufen oder so selber zubereiten:

Zutaten:

  • 40 g Butter
  • 40 g Schinkenwürfel
  • 1 gewürfelte Zwiebel
  • 40 g Mehl
  • 1/4 Fleischbrühe aus Würfeln
  • 1/4 Liter Milch
  • Salz, Pfeffer
  • evtl. Schnittlauch

 

Für den Belag: 1-2 Kugeln Mozzarella, Parmesankäse, Butterflöckchen

 

Zubereitung:

Bolognesesoße zubereiten oder ggf. auftauen. Für die Béchamelsoße Butter im Topf erhitzen. Schinken- und Zwiebelwürfel darin hellgelb werden lassen. Mehl darüberstreuen, unterrühren, einen Moment schwitzen lassen, die Brühe und die Milch portionsweise dazugießen und mit dem Schneebesen kräftig rühren, damit sich keine Klümpchen bilden. Die Soße sollte nicht zu dick, aber auch nicht zu flüssig sein, bei Bedarf noch mit etwas Milch verdünnen. 10 Minuten kochen lassen, dann durch ein Sieb geben und mit Salz und Pfeffer würzen.

 

Zubereitung der Lasagne:

Die Teigblätter nach Anweisung auf der Packung vorbereiten (beim Einkauf schon darauf achten, ob man sie vorkochen muss, es gibt auch welche, die man gleich so aus der Packung verwenden kann). Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Den Mozzarella in Würfel schneiden und die Bolognesesoße und die Béchamelsoße bereitstellen. Die Auflaufform einfetten. Eine Lage Nudelplatten in der Auflaufform verteilen (sollten die Platten zu groß sein, einen Streifen abbrechen), je eine dünne Schicht Bolognesesoße und Béchamelsoße darauf verteilen, Mozzarella-Stückchen dazustreuen, mit Parmesan bestreuen und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. Dann die nächste Lage Nudeln und so weiter, bis alle Zutaten aufgebraucht sind. Die letzte Nudelschicht muss gut mit Béchamelsoße bestrichen werden, sonst verbrennen die Nudeln oder werden zumindest steinhart. Jetzt überall kleine Butterflöckchen in der Form verteilen und auf mittlerer Schiene in den Backofen schieben. Je nachdem, wie hoch die Lasagne ist, 30 bis 40 Minuten backen. Nicht bis zum Rand aufschichten, die Nudeln gehen beim Backen noch etwas auf.

Wenn man ein sehr tiefes Backblech hat, kann man für eine größere Zahl Gäste die Lasagne auch darin zubereiten, ich schätze, man müsste die Zutaten dann mindestens verdoppeln. Am besten einmal eine in der Auflaufform machen und dann aufs Backblech umrechnen.

Wenn die Lasagne fertig ist, Portionen herausschneiden und servieren. Dazu passt ein frischer grüner oder Eisberg-Salat

Häferlkuchen

Häferlkuchen

Nein, dieser Kuchen wird nicht in einem „Häferl“ (Tasse) oder in einem Becher gebacken – für „Tassenkuchen“ etc. bitte weiter googeln. 🙂 Der Häferlkuchen heißt so, weil von (fast) allen Zutaten jeweils genau ein „Häferl“ genommen wird. Auch dieses Rezept stammt von einer meiner vortrefflichen österreichischen Schwägerinnen – und bei denen heißen Tassen nun mal „Häferl“.

Zutaten:

  • je 1 Becher Schmand (Sauerrahm), Puderzucker, Mehl, Nesquick oder anderen löslichen Kakao, geriebene Haselnüsse
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 125 g Butter
  • 3 Eier

Zubereitung:

  • Eier, gesiebten Puderzucker und Vanillezucker schaumig rühren.
  • Mehl und Backpulver darübersieben und unterrühren
  • Nesquick und Nüsse dazu
  • Rahm und flüssige Butter dazu

In eine gefettete Backform (Kranzform) geben, diese zusätzlich mit Bröseln ausstreuen, weil er sonst nach dem Backen gerne klebt (oder beschichtete Backform verwenden) und bei 150-160 Grad ca. 60 Minuten backen.

Tipp 1: Der Teig ist vergleichsweise dünnflüssig. Nicht irritieren lassen – der wird noch fest beim Backen, und wenn alles gut läuft, schön saftig. Zum Ende der Garzeit unbedingt mit einem Holzstäbchen (Schaschlikspieß, behelfsweise einer Stricknadel) tief hineinstechen und prüfen, ob er schon gar ist. Wenn die Spitze noch feuchten Teig aufweist, Backzeit um zehn Minuten verlängern. Sind an der Spitze nur winzige Teigbrösel, ist er gar.

Tipp 2: Der Schmand wird in Bechern zu 250 g verkauft, und diese Becher benutzt man als Maß für die anderen Zutaten. Beim ersten Mal am besten den Schmand in einem Schüsselchen „zwischenlagern“, bis er bei der Zubereitung an der Reihe ist, und mit dem Becher die anderen Zutaten abmessen. Becher nach dem Backen sauber spülen und aufheben, dann hat man beim nächsten Mal gleich einen zusätzlichen Maßbecher.

 

Becher

Zitronenkuchen

Dieser Kuchen ist schnell gemacht und superlecker! Wichtig ist aber wirklich der frische Zitronensaft. Bitte nicht mit künstlichem Aroma versuchen. Wie man am Foto sieht, handelt es sich wieder mal um ein altes, aber bewährtes Rezept vom Backpulvertütchen…

Zitronenkuchen-Rezept

Zutaten:

  • 250 g Butter
  • 175 g Zucker
  • 4 Eier
  • abgeriebene Zitronenschale (ungespritzt)
  • 1 Esslöffel Zitronensaft (frisch)
  • 150 g Mehl
  • 100 g Mondamin
  • 1 gestrichener Teelöffel Backpulver
  • 125 g Puderzucker
  • 1 – 2 Esslöffel Zitronensaft (frisch)

Zubereitung:

Die zimmerwarme Butter mit dem Mixer glattrühren und abwechselnd Zucker und Eier portionsweise dazugeben, dann den Zitronensaft. Das Mehl und das Backpulver darübersieben und alles gut vermischen.

Den Teig in eine gefettete Kastenform geben und mindestens 70 Minuten bei schwacher Mittelhitze (ca. 150-160 Grad) backen. Zur Probe, ob er gar ist, ein Holzstäbchen tief in den Kuchen stecken. Wenn beim Herausziehen an der Spitze noch feuchter Teig klebt, Backzeit verlängern.

Den erkalteten Kuchen mit Zuckerguss bestreichen. Dazu 125 g Puderzucker durch ein Sieb streichen und mit ca. 1 Esslöffel Zitronensaft verrühren. Den Saft ganz vorsichtig dosieren, der gesiebte Puderzucker fällt schon bei geringer Menge Flüssigkeit völlig zusammen. Nur so viel Saft zugeben, dass der Zuckerguss nicht zu dünnflüssig wird, sonst rinnt er vom Kuchen gleich wieder herunter. Guss oben auf den Kuchen geben und mit einem Messer auch an den Seiten verstreichen, wenn er herunterläuft.

Schnitzel „Monte Grande“

Schnitzel Monte Grande

Wieder ein Gericht, das ich mir in einem Restaurant abgeguckt habe – diesmal das „Monte Grande“ in Neuss bei einem Geburtstagsessen. Es handelt sich zunächst um eine normales, paniertes Schnitzel, aber dann…

Zutaten (für zwei Personen):

  • 2 Schweineschnitzel
  • Salz, Pfeffer, Knoblauchpulver
  • 1 Ei
  • Mehl
  • Paniermehl
  • 1 kleine Dose Ananasscheiben oder Ananasstücke (Scheiben sind dekorativer)
  • 1 Tüte Sauce Hollandaise von Knorr
  • 125 ml kaltes Wasser
  • 125 g Butter
  • 2 Scheiben Goudakäse (jung)
  • 2 Teelöffel Preiselbeeren
  • Margarine zum Anbraten
  • Kroketten oder Pommes Frites als Beilage

Zubereitung:

Die Schnitzel waschen, mit Küchenpapier gut trocknen und flachklopfen. Von beiden Seiten mit Salz, Pfeffer und Knoblauchpulver einreiben. Drei Teller oder flache Schalen bereitstellen mit Mehl, verrührtem Ei und Paniermehl. Margarine in einer Pfanne erhitzen. Die Schnitzel nacheinander von beiden Seiten in Mehl, Ei und Paniermehl wenden und in dem heißen Fett anbraten, bis sie goldbraun sind.

Während die Schnitzel braten, die Sauce Hollandaise zubereiten: das Pulver mit 125 ml Wasser verrühren, unter Rühren mit dem Schneebesen zum Kochen bringen und Herdplatte sofort wieder auf die kleinste Stufe herunterdrehen, oder den Topf ganz vom Herd nehmen, sonst gerinnt die Sauce, wenn die Butter hineinkommt. Die kalte Butter in Stückchen nach und nach mit dem Schneebesen unter die Soße rühren.

Die fertig gebratenen Schnitzel in eine leicht gefettete Auflaufform legen,  je eine Ananasscheibe drauf, mit der Sauce Hollandaise übergießen und auf jedes Schnitzel eine Schreibe Käse legen. Dort, wo die Mitte der Ananasscheibe ist, eine kleine Vertiefung eindrücken und einen Teelöffel Preiselbeeren hineingeben.

Auflaufform in den Ofen schieben und bei 200 Grad ungefähr eine Viertelstunde überbacken. Der Käse sollte gut verlaufen, aber noch nicht braun sein. Gleichzeitig kann man im Backofen auch Pommes Frites oder Kroketten mitbacken.

Als Beilagen könnten außerdem auch Reis oder Curryreis passen (noch nicht getestet), oder man isst das Schnitzel einfach auf Toast und einen kleinen Salat dazu.

Guten Appetit!